Schweigende Steine / Молчащие камни

    (Ballade)

Drückende Stille schwirrt leise im Walde.
Schweigend die Sonne das Farnkraut versengt.
Geht da ein Wanderer über die Halde.
Schweigend er wandelt und träumt seine Träume.
Nichts ist so leicht, als zu schweigen, er denkt.
Fragt er am Waldrand die schweigenden Steine.
Seufzet ein Fels mit zerfurchtem Gesicht:
Ob wir im Innern nicht jubeln und weinen?
Glaube dem Märchen vom Schweigen ja nicht,
scheinen die Falten des Felsen zu sagen.
Hunderte, Tausende schwindende Jahre
rollen in Abgründe tosend hinunter,
kommende Generationen ermunternd.
Felsbrocken bröckeln zu Sand auseinander:
Endloser, ewiger Wechsel und Wandel!..
Siehst du die fels- und granitgrauen Farben?
Siehst du die Schrammen und Schmarren und Narben?
Spürst du den Rauch und den beißenden Qualm?
Fühlst du die Kraft, die die Felsen zermalmt?
Fühlst du das Leid, das die Steine zerkleinert?
Siehst du die Tränen, auf immer versteinert?
Sollen wir still uns verneigen-verbeugen?
Sollen wir unsre Geschichte verschweigen?..
Traurig die Rillen und Runzeln da schmunzeln:
Wie viel Balladen, Legenden und Sagen,
wie viel Poeme und Hymnen es gebe!
Pfadlose Pfade verschenke das Leben,
leidvolle Stege und manchmal auch Segen –
Wege, die steinig und sonnig gewöhnlich;
Hoffen und Harren, Erwarten und Sehnen;
Sterne am Himmel, die hoffnungsvoll funkeln;
helllichte Träume in düsterem Dunkel;
Wirken und Weben trotz grimmiger Kälte,
ohne zu trachten, den Schmerz zu vergelten…

Um Kummer und Sorgen im Stillen zu tragen,
ohne zu kämpfen und ohne zu klagen,
ohne zu streiten und ohne zu stöhnen;
um Freude und Jubel im Staub zu vergraben,
Hoffnung und Zuversicht bitter zerschlagend, –
müssten die Steine, die lachen und weinen,
leben und lieben und ringen und träumen,
sicher ein Herz, ein versteinertes, haben…
Der Wanderer schweigt. Was soll er noch fragen?!

1986

Молчащие камни / Schweigende Steine

            (Баллада)

Зной, раскаляясь, траву выжигает.
Тягостно тихо. Идти не легко.
Путник, задумавшись, молча шагает,
Скалы безмолвно глядят на него.
Он погружённый в мечтанья, считает:
Легче молчания нет ничего.
«Думают также молчащие скалы?»
Камень, морщинясь, тихонько вздохнул:
«Сказки о нашем молчанье неправы, –
Грустно, с печальным укором взглянул, –
Плачем в душе мы порой и ликуем
Годы срываются в бездну, бушуя,
Бодрость другим поколеньям даря..
Нет, мы живём и стареем не зря.

Крошатся камни, в песок рассыпаясь.
Время течёт, бесконечно меняясь.
Видишь гранитные серые скалы?
Видишь рубцы на них, трещины, шрамы?
Чувствуешь дым, разъедающий чад?
Видишь, как камни от боли мельчат?
Горькие слёзы, что льются ручьями,
Видишь, застыли и стали камнями?
Вечно в поклоне должны мы сгибаться?
Вечно страдать, и молчать, и скрываться?
С грустной усмешкою глыбы вздыхают:
Мало сказаний о камнях слагают.
Столько могло быть легенд и поэм!
Столько в нас скрыто возвышенных тем!

Наши тропинки не редко тернисты.
 Солнечно ярок наш путь каменистый.
Сколько дороги таят ожиданий!
Сколько в них счастья, надежд и признаний!
Радостно звёзды на небе сияют.
Ясным мечтам все пути освещают.
Будем дерзать, добиваться, творить,
Будем трудиться, мечтать и любить!
Чтобы суметь свою боль не воздать,
Скорбь и заботы надёжно скрывать,
Чтобы без стона, без жалоб, в молчаньи
Радость в пыли растерять и печали,
Горе так стойко в себе проносить, –
Сердце из камня должно было б быть.»

Камни закончили вдруг говорить…
Путнику нечего больше спросить.

Damit die Wahrheit siegt / Торжество правды

Wie oft hat uns die freche Lüge
traktiert
     und formgewandt verprügelt,
gepiesakt schonungslos und dreist,
     als ob wir lauter Schafe wären,
die zittern und nie aufbegehren,
wenn sie ein toller Wolf zerreißt…

Die Lüge durfte uns verlachen
und wollte oft uns glauben machen,
was schwarz, sei weiß;
     was weiß, sei schwarz:
Den Bauern, der das Land
                       ernährte,
sie kurzerhand
            beschränkt erklärte
für einen Schädling und Kulak…

Weil Peter Schmidt drei Pferde hatte
und Tag und Nacht sich abgerackert,
      war er als guter Wirt bekannt.
Drum kam
      als „Reicher“ und als „Raffer“
er in die Liste der Kulaken
und wurde rücksichtslos verbannt…

Von überall man deportierte
nach Kasachstan
              und nach Sibirien
den arbeitsamen Bauersmann.
Dort mussten er und die Familie
      zu Tausenden dem Tod erliegen –
vor Hunger, Frost und hartem Zwang.

So hatte nun ein Krieg begonnen,
wie`s keinen unter unsrer Sonne
               gegeben hatte bis dahin:
Das eigne Volk ward stur vernichtet,
verfemt, verschickt
                  und hingerichtet.
Ein Krieg, vom „Führer“ ausgesinnt.

Als „Feind des Volkes“ drangsalierte
man selbst das Volk und schikanierte
es unverschämt jahrzehntelang:
Und Bauern, Arbeiter und Lehrer;
      Gelehrte, Ärzte, Ingenieure
verschlang brutal
      der Herrschsuchtschlamm.

Die Helfershelfer und Verehrer
des „Führers, Vaters und Ernährers“
(Noch heut es Stalinisten gibt)
      scharwenzelten und jubilierten,
dass sie das Volk tyrannisierten:
      „Es lebe hoch das Genozid.“

Das halbe Land war nun ein Lager.
Wer hinfiel, wurde „weggetragen“ –
      im tiefen Taigaschnee versteckt:
Millionen hat die Wut bezwungen –
mit Stacheldraht
              und Frost
                      und Hunger.
Der Völkermord war Rechtsgesetz…

Im Feldrock und in Kommisstiefeln
marschierte
      durch das Land die Lüge –
es war ja ihre Blütezeit:
Sie ließ dem Zwang
                 die Zügel schießen:
Die Wahrheit musste unterliegen –
      der rohen Ungerechtigkeit…

Die Millionen Opfer mahnen,
      damit wir jenen Weg uns bahnen,
wo hell
      das Lied der Wahrheit klingt,
Wo Recht und Frieden
                   stets besiegen
die Willkür und Gewalt und Lüge,
wo selbst
      das Volk das Zepter schwingt.

6.11.1988   

Торжество правды / Damit die Wahrheit siegt

Нас била часто лжи рука
то очень сильно, то слегка,
всегда учтиво и умело,
приняв нас скопом за глупца
глядит на волка так не смело.

Смеялась ложь над нами всласть.
Над всем её давлела власть.
Смешав бездумно свет и мрак,
она внушала мысль одну:
Крестьянин, что кормил страну, –
вредитель злостный и кулак.

Кто по три лошади держал,
как Петер Шмидт, косил, пахал,
кого трудягой все считали,
тот ложью назван был врагом,
вносился в списки, и потом
его этапом выселяли.

Сибирский край крестьян встречал,
Он им могилой вскоре стал.
Режим, болезни, вечный голод
и труд сверх сил – тому виной, –
властей бездушье и конвой,
в бараках – вши и жуткий холод.

Входила в силу та война.
«Вождём» затеяна она,
и сотни тысяч шли в изгнанье.
О свет, ты видел сей поход?!
Казнили люто свой народ,
жестоко, зло, без состраданья.

Назвал врагами их навет.
Людей губили много лет.
Земля, ты слышала, как стонут
рабочий, врач и инженер
от кар, репрессий, жёстких мер?
Глотал их культа тёмный омут.

А сталинистов и сейчас
найти не трудно среди нас.
Душа их в прошлое глядит,
где восхвалялся наш «отец»,
наш «вождь», «кормилец» и «борец»,
где одобрялся геноцид…

Рассеяв зоны по стране,
народ губили в той войне
насилья методом порочным.
Кто пал, снесли того в снега.
Их всех навек взяла тайга.
Убийство было правомочным.

В армейском френче, сапогах,
с наганом, кровью на руках
шагала ложь победным маршем.
А правда гибла вся в слезах,
терпя крушение и крах,
скрывалась скорбно с глаз всё дальше…

            ***
Жестокость, злоба, произвол
и жертвы культа – наш позор.
Знамёна правды пусть бушуют!
И мы взойдём на верный путь,
где светит ярко правды суть,
и власть народа торжествует.

Verzwickte Welt / Запутанный мир

Hässlich ist gewöhnlich
das, was unansehnlich.
Schmuck und formvollendet,
zieht uns an das Schöne…
Doch wo sind die Grenzen
all der Zwischentöne?..
Erst die Seele
       jedes Wesens,
            jedes Lebens,
                 jedes Menschen –
wenn wir streng es nehmen –
seinen Wert erhellt…
Wie verzwickt
            und wie verwickelt
                        ist die Welt!

12. Mai 1988

Запутанный мир / Verzwickte Welt

То, что уродливо, – непривлекательно
и неприметно для глаз.
Форма красива всегда завершённая.
Тянет к прекрасному нас.
Где же границы в тонах промежуточных?
Их нелегко отыскать.
Истинной ценностью в мире запутанном
Только душа может стать.

Poesie / Поэзия

Sie sammelt Schrott auf dem Gelände
des Alltagslebens ohne Rast,
um ihn, veredelt, zu verwenden
als Rückhalt, wenn dich drückt die Last.

Sie reißt das Unkraut mit der Wurzel
im Garten deiner Seele aus:
Wenn Läuterung ist dir von Nutzen,
bringt sie dir Segen in dein Haus.

Nicht selten findet in den Trümmern
der überlebten Tradition
sie Steinchen, die wie Sterne schimmern,
und schenkt dir ihren Farbenton.

Zu deiner grünen Hochzeit poltert
sie froh und laut vor deiner Tür.
Mit leichten, weißen Federwolken
sie deine Leinwandhochzeit ziert.

Das Gestern mündet da ins Heute,
das Heute fließt ins Morgen hin:
Für Gutes auf der Erde streitend,
ihr Lied als Mahnruf hell erklingt…

Und wenn – verzweifelt und verwundert –
dein banges Herz jäh aufbegehrt,
so wird in diesen Schicksalsstunden
die Poesie zum blanken Schwert.

1985

Поэзия / Poesie

Её признанье всё возвысить.
Цинизм и грязь её враги.
Она поддержит и услышит,
когда гнетут тебя долги.

Она внесёт в твой дом удачу,
сорвёт сорняк в саду души.
Одарит крыльями в придачу –
и будут всходы хороши.

Она – порою вдруг случится –
в руинах старых перл найдёт,
звездой лучистой заискрится
и над тобой светло взойдёт.

Она к тебе на свадьбу смело
придёт и в двери постучит.
Иль белым облаком умело
влетит и песней зазвучит.

Вчерашний день, как дымка канет,
подарит утро свет тебе
С зарёю вновь она воспрянет
как вечный зов добра к борьбе.

Судьба не сдержит обещаний,
и станут раны сердце жечь.
И в дни тяжёлых испытаний,
поэзия –  твой чистый меч.

Verschleiertes Morgen / Туманное завтра

Aufmunterung

Zur Skepsis spricht
die Zuversicht:
„Verzage nicht,
dann stehst auch du
vor einer Wende:
Die Wiese träumt.
Der Glaube keimt.
Die Sonne scheint
in aller Ruh,
um Trost zu spenden.“

Widerstreit

Es kann (es will?)
mein zweites Ich
mich nicht begreifen:
Ich sei gewiss
zu zimperlich
mit meinen Zweifeln.

Verschwommen sei
mein Ideal,
Dass mir da leuchte.
Es sei mein Himmel
viel zu fahl,
um ihm zu beichten:

Sein fades Grau
verstände nicht,
was mich bedrücke.
Und ohne Sicht
und ohne Licht
mein Traum ersticke…

Ein Widerstreit,
der Kummer bringt
und Leid uns beiden…
Und fern im blauen
Dunst verschwimmt
die letzte Freude.

Quelle

Oh, Isabella,
oft muss die Sehnsucht –
Tautropfen ähnlich
auf den Lamellen
der blühenden Rosen –
verdunsten-verfliegen
im Gluthauch des Kummers
der Liebesgefühle…

Oh, Isabella,
dennoch versuche,
die sprudelnde Quelle
der Freude zu finden,
die sicher imstande,
die Sehnsucht zu stillen,
dass sich die Träume
der Seele erfüllen.

Fernseh-Shows

Ein neuer Befehl
(Von unten? Von oben?):
Tanzen und jodeln,
tollen und toben!
Denn Lärm und Gegröl,
Jubel und Trubel,
Tamtam und Krakeel
sei ein herrliches Mittel,
um die Angst vor dem Chaos
im Keim zu ersticken…
Also schreit wie besessen!
 Und je höher das Dezibel
im Gehirn, um so besser,
so besser, so besser…

Prinzip

Das Schicksal allein
über alles regiert?
Da sage ich Nein!
Weil so manches
in meinem Leben
an mir eben liegt
Und handle ich immer
nach diesem Prinzip?
Das ist meine Schwäche,
die oft mich betrübt.

Enklave?

Und alles sei vergänglich?
Schon tausendmal gehört!
Die Angst sei unumgänglich?
Damit sie uns verzehrt?..

Es gibt so viele Sprüche
(doch helfen sie uns kaum)
und unflätige Flüche
(so derb wie ein Knockdown)…

Es würde zur Enklave
die Wolgarepublik?..
Den Spott zum Schaden haben
ist düstere Musik.

Mutbeseelt

Warum so zage,
so verdrossen?
Warum denn weinen,
ihr meine Zeilen?
Habt wieder einen
Bock geschossen
mit euren Pfeilen?..
Auch Niederlagen
muss mutbeseelt
das Herz ertragen.

Meetings

Entrüstete Stimmen:
Was sollen wir essen?
Was sollen wir trinken?..
Wieder ein Meeting?
Der Ultrarechten?
Der Ultralinken?
Der Partokraten?
Der Demokraten?..
Was wird es uns bieten?
Was wird es uns bringen?

Ohne Aussicht?

Das Leben geht weiter.
Nur fragt es sich, wie.
Und bessere Zeiten?
O Philanthropie!
Wir tappen im Dunkeln,
von Sorgen gebeugt…
Gerüchte, Gemunkel…
Die Vorsehung schweigt.

Ave-Maria

Singe, Himmel, singe!
Weinen kannst du später.
Dort, wo Lieder klingen
und ein Ave beten,
grünen noch und knospen
Zuversicht und Hoffnung.

20. Februar 1991

Туманное завтра / Verschleiertes Morgen

Награда / Aufmunterung

Сомненью говорила вера:
«Тебя коснётся перемена,
Не падай духом. И тогда
растают хладные снега.
В зелёном бархате одежд
увидишь ты луга надежд.
 Взойдёт в душе росток доверья.
И это доброе знаменье.
Согреет солнце и в награду
мечту подарит и отраду».

Спор / Widerstreit

Во мне сидит второе «я».
И с ним я в спор вступаю.
Но как ему понять меня,
увы, опять не знаю.

Мне в душу тихо заползла
неверья паутина.
Моим сомненьям нет числа,
Уж слишком щепетильным.

Расплывчат стал мой идеал,
что мне дарил сиянье.
И ветер туч уже нагнал.
Не время для признанья.

А небосвод с тоской глядит
и сердце мне тревожит.
Ничто без света впереди
спасти мечту не сможет.

Я споры с «я» вторым веду.
И грустно нам обоим.
Сменило радость на тоску
и небо грозовое.

Родник / Quelle

Ты знаешь, случалось
порой, Изабелла,
что чувство тоски,
словно капельки рос
на пышных кустах
расцветающих роз,
бесследно в весенние
дни исчезали
в горячем дыханьи
любви и печали.

И ты попытайся
найти, Изабелла,
родник светлой радости
в чаще тоски.
Чтоб радость всю душу
заполнить сумела.
Сумела мечты
в твоём сердце спасти.

Теле-шоу / Fernseh-Shows

Идут передачи
по новой указке:
Танцуйте, чтоб дух
захватило от пляски.
Ведь грохот и шум,
ликованье и пенье –
чудесное средство
не видеть паденья.
Так можно
от страха уйти и хаоса.
В каких-то делах
не узреть перекоса.
Танцуйте и радуйтесь все
одержимо!
Пусть будет порыв этот
неудержимым!
Чем больше в мозгах
завихрений от шума,
тем лучше, тем лучше,
тем меньше нам думать.

Принцип / Prinzip

Главенствует над всем судьба?
В её руках и взлёт и крах?
В ответ я не сказал бы «Да!»
Моя судьба в моих руках.

Я принцип этот забывал,
шагая жизненной тропой.
И часто руки опускал.
и в этом недостаток мой.

Энклав / Enklave?

Что всё проходит, всё не вечно,
я слышал сотни раз.
И страхи селятся, конечно,
чтоб бить сильнее нас.

На свете много изречений.
Помогут ли они?
Есть даже в пошлом обрамленьи.
Удары их сильны.

Республику советских немцев
везде заслоны ждут.
Мрачна тональность наших песен.
насмешки насмерть бьют.

С достоинством / Mutbeseelt

Ах, строчки, что вы так не смелы?
О чём вы плачете опять?
Попали мимо цели стрелы?
Иль вам высот не взять?

И при нелёгком восхожденьи
сумейте выстоять в пути.
Умейте даже пораженье
с достоинством нести.

Митинги / Meetings

«Что есть мы должны? – голоса негодуют. –
И воду какую мы будем все пить?»
Кричат ультраправые. Страсти бушуют.
Кричат ультралевые: «Дальше как жить?»

А вот партократов знакомые ноты.
И слово опять демократы берут.
Закройте же митинги! Все на работу!
Они ничего нам пока не несут.

Лучшее время / Ohne Aussicht?

Жизнь, ты куда
всё спешишь и спешишь?
О филантропия,
что ж ты молчишь?
Мы от житейских забот
все устали.
Топчемся, топчемся
в сером тумане.
Лучшее время
от нас в отдаленьи.
Слухи кругом.
Но молчит
провиденье.

Аве-Мария / Ave-Maria

Спой мне песню, небо!
Ты поздней поплачешь.
Ведь для сердца песня
очень много значит.
Если в звоне вешнем
звук мольбы есть –  аве, –
то свежи надежды,
как весною травы.

Wohin, wohin? / Что будет с немцами теперь?

Am Himmel fernes Wetterleuchten.
            Ob Unglück oder Glück es bringt?
Und wie ein dumpfes Glockenläuten,
                   das in die müde Seele dringt,
erhöre ich aus stillen Weiten
die Schreckensschreie
                                      der Verzweiflung:
Wohin, wohin
             mit uns – den Deutschen
wenn heute
                        wir noch Deutsche sind?..

Verpönt und deportiert, erlagen
wir Deutsche dann
                 dem unmenschlichen Zwang
in der Verbannung,
                                in den Höllenlagern –
von grausamen Tyrannen
          verdammt zum Untergang…

Die Willkür fragt nicht
                                     nach den Qualen,
weil sie von Mitgefühl
                                            nichts weiß…
Schon achtundvierzig Jahre tragen
wir still und stumm
                              das schwere Kreuz…

Die Welt verändert sich alltäglich:
Sie sucht nach der Gerechtigkeit.
Was ausgeschlossen war,
                              wird möglich
in der ereignisreichen Zeit,
               der Zeit der Völkereinigung:
Nach bestem Wissen und Gewissen
           zu meiden den Gewittersturm…

Es gibt jedoch noch tote Zonen
des Schweigens
                         und der Wolkenschicht:
Den Schmerzensschrei
                                  der zwei Millionen
Sowjetdeutschen erhört man nicht…

Am Himmel fernes Wetterleuchten.
       Ob es auch uns Erlösung bringt?..
Wohin, wohin
                     mit uns – den Deutschen,
wenn wirklich wir
                           noch Deutsche sind?

5. Februar 1990

Что будет с немцами теперь? / Wohin, wohin?

В душе уставшей –
            вновь ненастье…
Но может быть
            блеснёт заря,
придёт к советским          
            немцам счастье?
Иль все усилья наши зря?
В тиши повис
            вопрос звенящий.
В нём скорбь, тоска
            и боль потерь.
Он словно колокол гремящий:
Что будет с немцами теперь?
Болят, болят у немцев раны.
(Коль нас ещё так
            можно звать).
Нас в адском лагере тираны
привыкли мукам подвергать.
Не слышит гнёт чужих страданий.
Его душа к добру глуха.
За что несём мы наказанье?
С крестом рабов
            судьба тяжка.
Вокруг нас
            радостно и сложно,
и время в поисках пути,
и невозможное – возможно,
и хочет правду мир найти.
Спешат к нам
            радостные вести,
хоть много в мире зла и ссор.
И мы по совести и чести
должны гасить любой раздор.
Но не от всяких
            зон молчанья
крутой был сделан поворот.
И обречён на угасанье
двухмиллионный мой народ.
Пока в душе моей –
            ненастье…
О, сколько ж нам
            решенья ждать?
Когда придёт к нам, немцам,
            счастье?

(Коль нас ещё так
            можно звать).

Der klingende Strahl / Звончатый луч

Wenn die Gedanken
tollen und tanzen,
hat´s auch die Seelennot gut:
Braucht nicht zu schüttern,
braucht nicht zu zittern,
wie sie´s vor Angst immer tut.

Hört, wie sie lärmen,
sieht, wie sie schwärmen –
durch das Gestrüpp der Geduld.
Oh, wie sie glitzern,
kichern und zwitschern
frei, mit Trara und Tumult!

Sieht, wie sie blitzen,
Funken verspritzen –
ohne Malheur, mit Geschick.
Hört, wie sie heiter
wieder mal streiten
über das launische Glück…

Lächelt die Seele
froh und verlegen:
Oh, dieser klingende Strahl!..
Findet sie Wege,
die sie erlösen
nun aus der inneren Qual?

1988

Звончатый луч / Der klingende Strahl

Мысли танцуют,
скачут, ликуют
так своенравно, легко.
Сердце спокойно,
звонко и ровно,
ясно стучит и светло.

Мысли в сомненьи,
ждут с нетерпеньем,
верят с грехом пополам,
буйно хохочут
шумно грохочут,
в мыслях сплошной тарарам.

Ярко сверкают,
грезят, мечтают:
счастье ли это само?
Нежно щебечут,
спорят, перечут:
так ненадёжно оно.

Сердце смущённо,
так увлечённо –
о, этот звончат
подлинно знает
к счастью надёжнейший путь.

Nächstenliebe / Гуманность

Oh, barmherzige Erwartung,
            mich berauschen deine Weine,
die ich immer wieder trinke,
            wenn ich keine Ruhe finde,
wenn mich Ungewissheit peinigt…

Und die Nachtgedanken flattern
            wie die wilden Turteltauben;
und sie trillern, und sie girren,
und sie irren sich und schwirren
durch das Reich der zagen Träume,
um die Schmerzen mir zu lindern,
            die die Zeit mir zugefügt…

Und ich glaube, oh!, ich glaube
            wieder, dass es auch in trüben
Schicksalsstunden Nächstenliebe
            trotz Gewalt und Willkür gibt.

30. Juli 1988

Гуманность / Nächstenliebe

Бывает, я долго покоя не знаю.
Порою уверенность в чём-то теряю,
но сердце сочувствие чьё-то смягчит,
и доброе слово меня опьянит…

В ночной тишине мои мысли порхают,
то трелью зальются, то вдруг исчезают
как сизые горлинки, кружат, мелькают,
воркуют, и крылья расправив, взлетают.

И в царство мечты моей робко заходят –
и время исчезло, и боли уходят…
И верю, что к лучшему судьбы людей
Изменит не сила, гуманность скорей.

Wir sind nicht Staub im Wind / Мы не пыль на ветру

1.

Eine jede Geschichte hat ihre Bewandtnis
hat ihre Facetten und Ecken und          
                                                           Kanten.
Und oft wird daran –
vielleicht gar jahrhundertelang
            noch gefeilt und geschliffen.
Nur ein paar lohnende, tüchtige Strecken
            meines langen Weges seien herausgegriffen.

Mein Schicksal beileibe nicht klagt.
Man hatte mich bloß nicht gefragt,
            ob wirklich mein Ich es so wollte.
(Schon allein, dass ich bin,
            verpflichtet mich, ewig zu danken!).
So bin ich nun einmal – ein Deutscher
            und muss es (und will es!) auch bleiben
und denke, erfüllt von berechtigtem Stolze,
 dabei an die Urbedeutung
            des kleinen Wörtchens „deutsch“ –
                                    „dem Volke eigen“ –
und seine Variante
                        „Deutsch“ –
                        „die Sprache des Volkes“ …

Seitdem ist bereits
ein ganzes Jahrtausend verronnen
            im endlosen Wandel hier unter der Sonne.     
                       

So heiße ich aber nun Müller und Schneider
            und Bauer und Weber und Bäcker und Schmidt
und bekam noch so mancherlei andere
                        stammdeutsche Namen
                                   und Sitten und Bräuche mit.
Doch betont sei sogleich:
            Ich habe das Licht
                                   der Welt
                                               erblickt
nicht im „Heiligen Römischen Reich“
            und nicht mal in deutschen Landen.
Die Entscheidung – sie wurde gefällt
                        (ohne mich!)
                                               ganz woanders:
Ich wurde in Russland,
            an der Wolga, der großen, geboren –
vor etwa zweihundertzwanzig Jahren
            in einem nassen und nebligen Herbst.
Und meine Hebamme war –
                        was ich damals nicht wusste –
die Prinzessin Sophie Friederike Auguste
                                               von Anhalt-Zerbst,
Katharina die Zweite,
                        die rührige russische Zarin.
Und Pate stand –
                        unter manchen anderen –
                        bei mir auch Baron de Beauregard
(die ersten deutschen Kronkolonien
                        waren ihm teils schon bekannt),
der am Wolgastrand,
                        um Profite zu ziehen
(von Geld träumte gern
                                   der französische Adel!),
seine Privatkolonien anlegte
von Niedermonjou
            bis hinauf nach Schaffhausen.
Das war also mein und meiner leidgeprüften
            Väter und Mütter, Schwestern und Brüder
                                               neues Zuhause.

Ja, so viele – Deutsche und Russen –
                        hatten die Hand hier im Spiel…
Doch hab ich bis heut      
            in den Wirren der Zeit
                        mein nationales Gefühl
als deutscher (zum Glück!) nicht verloren.
Und gewiss hat es Sinn,
            die Quintessenz hier zu entfloren:
Die ethnische Heimat, das liegt auf der Hand,
ist durchaus nicht mein Heimatland.
                                                           O nein!
Mein Zuhause, mein trautes Daheim
                        war geschichtlich am Wolgastrand
und Russland schon immer mein Vaterland.

Es galt nun, die Kameldornsteppe
            aus dem Dornröschenschlafe zu wecken.
Es wurden die ersten Parzellen geackert.
Als Ansiedler hab ich mich abgeackert –
            ein Sich-Abmühen und Sich-Schinden! –
um hier das versprochene Eden zu finden.
Ja, denkste! Ein elendes Dasein ich führte
            (was den Zarenhof freilich nicht rührte!)
bis ins dritte und vierte Geschlecht.
Und so war ich und blieb ich –
            wer hatte denn damals was übrig? –
noch lange ein  ärmlicher, rechtloser Knecht.

                        2.

Drohende Wolken zogen da über die Sonne:
Es hatte im Westen
                        der Weltkrieg, der erste,
                                   zu toben begonnen.
Ich stand an der Front
            und wurde dort hunderte Male erschossen
und habe mein Blut
            für die Heimat, für Russland vergossen…
Die Festung Przemysl hab ich getürmt
            zusammen mit meinen russischen Brüdern.
Doch war noch ein anderer Weg mir beschieden.

Wie leicht einem Herrscher
                        ein törichter Einfall doch kommt!
(Vielleicht auch nur seinen Beratern?)
Zar Nikolaus der Zweite
                        schwang böse die Peitsche
Ihn packte auf einmal die lähmende Angst,
            die russlanddeutschen Soldaten
                                   könnten als Deutsche
ihn, mir nichts dir nichts, verraten.
Und er schickte mich ganz –
            marsch, marsch! – an die türkische Front.
Es begann nun ein steigendes Fieber
und es tobten die Liquidationsgesetze
            mit ihrer zügellosen Deutschenhetze.
Und 1917, kurz vor dem großen Krach,
lag auf dem Tisch des Zaren bereits der Ukas:
Die Wolgadeutschen nach Sibirien deportieren!
(Sollen sie dort dahinvegetieren!)

Es kam – Gott sein Dank! – nicht soweit.
Es hatte dem Zaren die Zeit nicht gereicht.
            Man stieß ihn, den Frommen, vom Thron.
Und im gleichen, unvergesslichen Jahr
siegte die Große Oktoberrevolution.
Auch ich machte mit,
            stand im Kampfe in Reihe und Glied
als Müller und Weber und Bauer und Schmidt.
Befreit war mein Volk!
                        Es hatte die Wahrheit gesiegt!
Und ich denke mit Stolz
                        auch heute an jene Epoche zurück.

Die Republik der Wolgadeutschen
                        schwang sich allmählich empor –
trotz tausend Schwierigkeiten.
Und ihre Stimme im großen Völkerchor
klang sicher und fest
                        als Zeichen moralischer Reife.
Und es wurde gelebt
                        und gewirkt und gewebt
            wie´s sich für ehrliche Menschen gebührt.
Und mein zögerndes Ich
                        entwickelte sich
                                   nun zum zügigen Wir…

So manches zwar wurde verzerrt und verdreht
            und mitunter so ziemlich verstümmelt.
Doch stärkte uns immer
            der Glaube ans Gute auf unserem Weg.
Die Folgen der als freiwillig durchgeführten
                                   Kollektivierung
mussten wir alle wie alle im Lande verspüren.
Auch das unermessliche Leid –
                        die Gewalttat der dreißiger Jahre –
mussten wir alle wie alle im Lande ertragen.
Und dennoch –
            der Mut schritt erfolgreich voran,
            und jedermann stand seinen Mann…

Und plötzlich – der Krieg,
            von den deutschen Faschisten entfesselt.
Und der westliche Teil
            der Heimat ging auf schon in Flammen.
Und die Sowjetmenschen
                        nahmen sich mutig zusammen,
um dem ruchlosen, wilden Aggressor
                                   die Stirn zu bieten.
Und nicht wunderlich war es,
dass so manche Berater
                                   auf den Abweg gerieten…
Und geschürt wurde wieder der alte Hass.
Im Ergebnis erschien
                                   der verleumderische Erlass,
unter den Deutschen,
                                   die am Wolgastrand wohnen,
befänden sich tausende und abertausende
                                   Diversanten und Spione.
Und es war nun soweit:
Wir Wolgadeutschen
                        wurden gewaltsam ausgesiedelt
eine ungeheure Ungerechtigkeit.
                        Das war unser besonderes Leid.

Der Abschied
            von den heimischen Gefilden war schwer
                        und die seelische Qual unerhört.
Es weinten die Gärten und Felder,
                        es schluchzten die Dörfer und Tiere.
Und wir, wir schuldlos Schuldigen,
wir verbissen uns heimlich
                        die Tränen … und schwiegen.

Und die sowjetdeutschen Frontsoldaten?
Man glaubte nun wieder wie einst,
            sie könnten (trotz mancher Heldentaten,
die sie schon vollbracht im blutigen Kampf!)
                                   ihre Heimat verraten.
So blieb für sie nur das Hinterland.

Wir waren nun Sonderumsiedler
                        in Kasachstan und Sibirien.
Und wir hatten im Unglück noch Glück –
wir wurden von den Landbewohnern
nach althergebrachter Gewohnheit
            als Gleiche unter Gleichen aufgenommen –
                        wie Schwestern und Brüder.
Und wir gaben die Hoffnung nicht auf –
            einst werde die Wahrheit doch siegen.
So verlangte es nun mal die Zeit.
                        Und – gewiss – wir bestehen die Probe!

Anfang zweiundvierzig
                        wurden wir Männer eingezogen
(Ein Jahr später auch viele Frauen).
Es ging an die Arbeitsfront.
                        und wir waren zu allem bereit:

Im Ussollag und im Iwdellag
                                   und in anderen Lagern
mussten wir in den zwei ersten Jahren
                                   zur Genüge erfahren,
was Hunger und Läuse und Stacheldraht heißt.
Das war nun unser besonderes Leid.
Unser eigenes Leid. Doch ohne Gehässigkeit
                        trugen wir unser schweres Kreuz
in stiller, ja stummer
                        Schicksalsergebenheit.

Die dürftige Brotration
                                   (für den kommenden Tag!)
wurde spät in der Nacht noch verschlungen
und der ewige Hunger
            für ein paar Stunden niedergezwungen.
Und dann im frühen Dämmerdunkel
Wurde das Schüsselchen voll
                        Balanda hinunter getrunken,
und es ging dann hinaus in den Holzeinschlag.
In ärmlicher Kleidung, mit knurrendem Magen
wurde wieder geschuftet von früh bis Abend:
Na los, Männer, los! Na druff, Männer, druff!
Ermannt euch! Auch bessere Zeiten
                                   werden wieder eintreten,
doch heute, liebe Leute, –
her mit Festmetern! Festmetern! Festmetern!..
Und die grünen Riesen
                                   fielen nieder,
im ganzen Ural widerhallend,
                                   mit ohrenbetäubender Wucht.
Und so viele, so viele
von uns sahn ihr Zuhause nie wieder,
sind für immer und ewig im Walde als Opfer geblieben.
Und waren wir da denn nicht edelgesinnt?
Und waren wir damals denn Staub nur im Wind?

                        3.

Und die besseren Zeiten,
die der Glaube an Recht und Gerechtigkeit
ständig und stets prophezeite,
                        sind wirklich gekommen.
Auch für uns, die Sowjetdeutschen.
            Wenn leider auch nicht zur rechten Zeit.
(Offen gestanden – viel später.)
Und es folgten nun andere, gerechte Erlasse.
Und von unserem Namen hat endlich die Sonne
der Wahrheit den Schandfleck
                        der scheinbaren Schuld abgewaschen.

Sind wir nun wieder Gleiche unter Gleichen?
In allen Bereichen?
In allen Sphären der menschlichen Tätigkeit?
Es war ein gutes, ein günstiges Zeichen,
das Wärme ausstrahlt und die Seele erfreut!
Und Genugtuung darf sie empfinden:
                        Wir sind nicht Staub im Winde!

Gewiss, es sind auch noch Folgen
der einstigen Ungerechtigkeit
            als schmerzende Narben zurückgeblieben,
die uns quälen und tief oft betrüben.
Man lebt ja nur einmal…
Gleichberechtigt sin wir,
doch leider nur scheinbar,
nicht in Wirklichkeit:
Wir leben, im ganzen Lande zerstreut.
Und die Muttersprache, die Traditionen,
            die Gewohnheiten, Sitten und Bräuche,
all das, was einem Volke eigen, –
diese Wunderquellen,
                        die dem geistigen Leben
den richtigen Impuls erst geben
                        müssen allmählich versiegen.
Und da hilft uns wohl nie
            die leider verbreitete Demagogie,
man könne und müsse
einen Ausweg aus dieser Bedrängnis…
                                   durch halbe Maßnahmen finden
und somit und damit das Vertrocknen
            der verschütteten Quellen verhindern…

Doch unser Vertrauen ist fest, und wir sind überzeugt,
            dass im Laufe der Zeit,
                        im Laufe der heutigen Umgestaltung
ein wirklicher Ausweg sich findet,
damit wir für unsere Kinder und Kindeskinder
unsere Sprache und nationale Kultur
                                   zu ihrem Wohle erhalten.
Nur müssen wir selber mit Hand anlegen,
nach Eintracht und Freundschaft
                        und enger Gemeinschaft
            der Völker voll Zuversicht streben.
Um zusammen mit alle
                        ein würdiges Leben zu leben.
Und wir sind ja nicht Staub im Wind!
Wir sind zwei Millionen Töchter und Söhne
der Heimat. Und sind optimistisch gestimmt.

14. März 1988

Мы не пыль на ветру

Свои обстоятельства
                       есть у истории.
Всегда в ней найдутся
                       углы и условия,
Есть грани различные
                       в ней и края,
Веками их точат,
                       шлифуют, гранят…
Хочу оживить я
                       истории вехи.
И в прошлое, боль заглушая,
                       взглянуть,
Увидеть дороги, утраты,
                       успехи,
Советскими немцами
                       пройденный путь:
О нет, не скорбит
                       и не плачет судьба,
Что как-то на свет
                       меня мать родила,
О том не спросив,
                       я хочу или нет,
Но тем, что я есть,
                       я обязан ей век.
Я – немец, об этом я
                       в детстве узнал.
Средь слов своих первых
                       я это сказал.
Я этим по праву
                       гордился тогда.
Та гордость во мне
                       и поныне жива.
Я должен быть немцем,
                       хочу им остаться.
Я думаю, нет здесь
                       причин опасаться.
И всё ж размышляю
                       порою в печали,
Так в чём же у слов этих
                       смысл изначальный,
«Я – немец», «народ»,
           «равноправный», «язык»?
К словам этим с детства
                       я прочно привык.
Проходят столетья…      
Под солнцем, вращаясь,
Течёт всё и движется,
                       вечно меняясь.
Зовут меня Миллер,
                       и Беккер, и Шнайдер,
А может быть, Шмидт,
           или Вебер, иль Швайгерт.
С обычьями предков
                       мне в сердце проник
С рожденья немецкий
                       родной мой язык.
О нет, от «Священной
                       Германской империи»
Живу я два века
                       уже в отдалении.
Родился в России
                       на Волге реке,
От предков германских
                       своих вдалеке.
Не знал я, что бабкой
                       моей повивальной
Софи-Фредерика была
                       не случайно,
Что к принцам
           родством восходила она,
И в городе Штеттин
                       была рождена.
В России Петру она
                       стала женой,
Взошла на престол
                       Катериной второй.
Царицей была она
                       умной и властной,
Весьма просвещенной
                       и очень опасной.
Ввести иностранцев
                       решил ее двор.
И я – поселенец
                       на Волге с тех пор.
А крестным отцом,
           среди прочих, мне стал
Владелец колоний барон де Боргар.
Одной из колоний
                       Шафгаузен был,
Села своей юности
                       я не забыл.
И в сердце навеки
                       оно у меня –
И радость, и гордость,
                       и горечь моя.
Просторы приволжских
                       лугов и полей
Единственной Родиной
Для многострадальных
                       моих матерей.
Так немцы и русские
                       рядом пошли
И дружбу в сумятице
                       лет обрели.
Бег времени чувства
                       во мне не убил:
Я немцем остался,
                       язык сохранил.
Но вся очевидная
                       суть на виду:
Россию я Родиной
                       гордо зову.
И сердцем я к Волге
                       навечно прирос,
К любимому берегу
                       ивовых лоз…
И вот колонист я.
Обширные степи

Я должен своею рукой
                        покорить.
От сна векового их все
                        пробудить,
Вспахать, обработать,
                        культуры взрастить.
И я надрывался,
                        трудился во мгле.
Желая найти вечный
                        рай на земле.
Цари не болели
                        моею печалью,
И рая земного тогда
                        не узнал я.
С нуждой тех времён
                        хорошо я знаком.
Ведь был я бесправным,
                        простым батраком.

2.
Но грозные тучи
                        на небе сгустились.
Война мировая
                        грозой разразилась.
России солдат я, и,
                        помня наказ,
За Родину кровь проли
И я Перемышли
                        с собратьями брал,
И тысячу раз меня
                        враг убивал…
Откуда ж ты взялся
                        проклятый фискал.
Что путь мне иной
                        словно рок начертал:
Дворцовая знать безрассудно
                        решала,
А может быть, свита
                        царю нашептала:
Российские немцы….
                        что если…да вдруг
На поле сраженья
                        царя предадут?
И страх обуял
                        Николая тогда.
Решенье явилось
                        ударом кнута:
Я тотчас в штрафной
                        батальон угодил
И к фронту турецкому
                        выброшен был.
Но только кому-то
                        и этого мало,
Вокруг истерия уже
                        бушевала:
Всех немцев – в Сибирь!
            В лютый холод и снег!
Пускай они там
            коротают свой век!..
И сбыться веленью
                        царя не дала
Взошедшая вскоре
                        звезда Октября.
И вот в революции
                        тесных рядах –
Я – Миллер, я – Вебер,
                        я – Раушенбах.
Народ мой свободен,
                        с собратьями я
Дожил до счастливого
                        ясного Дня.
Республика Немцев
                        Поволжья растет,
Становится краше,
                        в свершеньях цветет
И звук ее голоса,
                        звонок и чист,
Уверенно в хоре
                        народном звучит.
И все она трудности
                        одолевает,
Творит с вдохновением
                        и созидает,
Духовно крепчает
                        с течением дней,
Моральная зрелость
                        уверенность в ней.
И вот уже не Я –
                        непрерывное МЫ
И сеет, и пашет,
                        и вяжет снопы,
И смотрит в грядущее
                        ясно, светло,
Хоть многое вынести
                        так не легко:
Двадцатые годы…
                        Созданье колхозов…
И есть перегибы,
                        принёсшие слезы…
Ведь что «добровольным»
                        тогда объявлялось,
Скорее насильственным
                        все ж оказалось.
Жестоки ошибки
                        тридцатых годов…
Но нового все
                        ощутили мы зов.
Упрямое мужество
                        шло впереди,
И светлая вера 
                        горела в груди.

Но снова – война,
                        и фашисты у входа,
Повсюду пожары,
                        страданье народа…
Советские немцы
                        сильны своей верой,
Отпор дать готовы
                        фашистскому зверю
И в общем строю
                        все готовы идти…
Но снова решенье
                        на ложном пути,
И старая ненависть
                        снова в разгаре.
О лживом Указе
                        мы скоро узнали:
Средь немцев советских
                        шпионов не счесть,
Предателей много,
                        диверсии есть.
И немцев Поволжья
                        насильно, жестоко
Всех вывезли тотчас
                        в мгновение ока.
И вот в справедливость
                        подорвана вера,
Особая боль
                        в моё сердце осела.
Прощания ночь была
                        тёмной и смутной.
Душевная боль –
            беспросветной и жуткой.
Рыдали сады, и поля,
                        и деревья,
Дома сиротливо глядели,
                                   не веря.

Безвинно виновные
                        тяжко молчали
И тайные слезы,
                        прощаясь, глотали…
Но тысячи немцев
                        советских в бою
Давно уже кровь
                        проливали свою,
И жертвуют жизнью,
                        и подвиги есть…
Но болью в душе
                        отзывается весть,
Что немцы советские
                        могут предать,
Что срочно советско – немецких солдат
В тылы отправляют
            с фронтов всех подряд.

Итак, клеветнический
                        вышел Указ,
И спецпоселенцами
                        сделали нас.
В различные нас
                        поселили места.
Попали в Сибирь, Казахстан
                                   мы тогда.
С казахами, русскими
                        вынесли мы
Как равные с равными
                        горе войны.
Мы верили в Родину 
                        свято всегда
И знали, одержит
                        победу страна.
Но трудно ей, трудно,
            И в сорок втором
Призвали нас, немцев,
            на фронт трудовой!
Веление времени –
                        мы, как в бою!
И вот уже женщины
                        с нами в строю.
Всем сердцем готовы
                        к любым мы делам!
Ведь Родина снова
                        поверила нам!
Но… мы в лагерях
            Усольлаг, Ивделлаг…
И словно бы каждый
            предатель и враг:
Колючая проволока,
голод и вши…
Мы крест свой
с терпеньем и с болью несли.
И боль эта наша, особой была
И новою раной
                        нам в сердце легла.
На завтра нам хлебный
                        паек выдавали,
Но мы его, скудный,
                        ночами глотали.
А раннею ранью опять
                        мы вставали
 И снова пустую
                        баланду хлебали.
Трудились на валке мы
                        что было мочи,
 С утра и до самой
                        чернеющей ночи.
В отрепьях одежды
            и в холоде жутком,
Повально больные,
            с урчащим желудком.
«Давайте – давайте,
                        крепитесь, бодрее!»
Победа все ближе,
                        надежда светлее…
И падает лес, кубометры
                        и тонны…
И, кажется, вздрогнул Урал
                        весь от стона…
О, скольких мы недосчитались                                     потом!
Остались навечно в лесу
                                   они том.
Но Родина нас 
                        призывала к труду!
Мы не были пылью
                        на буйном ветру!

3.
Затих гром военных
                        и горестных лет,
Закончилось время
                        несчастий и бед.
Что грезилось нам,
                        и о чем мы мечтали
В годину тревог,
                        испытаний, печали,
Что лучшее время
нам всем предвещало,
Теперь наконец, для нас,
            немцев советских, настало.
Был издан другой
                        и правдивый Указ.
(То был справедливости
                        истинный глас).
Хоть доброе время
                        и поздно пришло, 
Но все ж оно солнцем
                        над нами взошло.
И дни стали ясны
                        теперь и светлы:
«Вина» и «позор» с нас 
                        Указом сняты.

И снова мы равные все 
                        среди равных
В различных свершеньях,
                        великих и славных.
То правда и истина
                        вновь торжествуют.
«Не пыль на ветру мы!» –
                        и сердце ликует.
Порой антипатия к нам
                                   возникает.
О сердце, пожалуй, тебе
                                   не понять,
Как Родину можно другую
                                   принять,
Но в памяти боль
                        оживает порою,
И сердце тогда
                        размышляет с собою:
Минувшего то
                        незажившие раны,
«Свою автономию
                        мы потеряли,
Все дальше уходя
                        обычаи, нравы,
Язык исчезает родной
                        год от года,
Тот истинный
                        чудо-источник народа,
Что импульсы к жизни
                        духовной даёт.
Народ наш разрозненно
                        ныне живёт.
В решенье проблем
                        не теряется вера.
Но здесь не помогут
                        уже полумеры.
И если возьмется
                        решать демагог,
Засохший источник –
                        конечный итог».

Но вера крепка,
                        убежденность растёт,
Что выход достойнейший
                        время найдет.
Нас два миллиона
                        Мы внукам своим
Язык и культуру
                        тогда сохраним.
А жить мы должны
            и достойно, и честно  –
На Родине нашей
            в содружестве тесном.
В историю впишем
                        свою мы строку.
Советские немцы –
                        не пыль на ветру.

Überredet / К высокому счастью

Mir klingt´s in den Ohren.
Hör auf zu rumoren,
mein verworrener Geist!
Den Blick soll ich schulen?
Ich fände die Blume
die Vergissmeinnicht heißt?

Ich soll die Gefühle
von gestern durchwühlen,
denn es gäbe dort Gold?
Danach soll ich suchen
und nicht widerrufen,
was ich früher gewollt?

Ich soll nicht verzagen,
wenn grau auch die Tage
und mein Himmel so bleich?..
Ich will es versuchen,
wenn steil auch die Stufen
bis ins selige Reich.

10. September 1989

К высокому счастью / Überredet

Мне сердце сказало:
«Ты должен сначала
от страданий уйти,
в луга оглядеться,
в поляны всмотреться,
незабудку найти.

Но грусть и волненья
достойны спасенья,
хоть и трудно их несть.
От прошлых мечтаний
осталось звучанье.
В них жемчужина есть.»

Хоть небо сурово,
не буду я снова
у печалей в плену.
Забыв о ненастье,
к высокому счастью
я подняться рискну.