Bedrückt, deprimiert
und niedergeschlagen
von den bitteren Folgen
des Zwangs ferner Jahre,
der uns grausam verjagt
von den Ufern der Wolga –
aus unserer Heimat,
ist bis auf den heutigen Tag
(fast ein halbes Jahrhundert
sind offen die Wunden!)
mein Volk noch ein Geisel
der düsteren Schatten
der Stalinschen Zeit
und wartet und wartet
mit Geduld auf den Sieg
der Gerechtigkeit…
Wie schön und wie gut,
wenn die „Wiedergeburt“
(die leider bis jetzt
nicht genehmigt;
und ich weiß nicht, warum.
Ob die Gnade noch stumm?)
zur Wiedergeburt
unsrer Staatlichkeit führt.
Damit die Sowjetdeutschen
dann ihre Sprache
und ihre Kultur –
diese Krümchen, die heut
noch erhalten geblieben, –
wieder zu hegen und wieder
zu pflegen vermögen daheim –
an der Wolga! – wie einst.
Ein Volk,
das sich auflösen sollte…
Wann verwirklicht
sich endlich
der sehnliche Traum
meines Volkes?
O sagt mir doch, wann?..
Man hat uns so lang,
so lang übergangen
und totgeschwiegen…
O bitteres Leid,
o verzehrender Gram,
o ewiges Bangen!..
Und was wir begehren,
und was wir verlangen,
ist nicht übertrieben,
ist gar nicht zu viel,
ist gerecht und human!
1989
*** / Was wir verlangen…
Народ мой подавлен был
в годы насилья.
Бездушный Указ
его с Волги изгнал.
Вокруг – недоверье
и злобы засилье.
Безвинно виновный,
он духом упал.
Шагая нелегкой дорогой
гонений,
жестоко страдает от ран
мой народ.
Живёт он заложником
сталинской тени
и с болью в душе
справедливости ждёт.
Всем сердцем приветствую я
«Возрожденье»,
/хоть общество
и не признали пока/
Надежду вселяет
его появленье.
И цель наша, кажется,
всё же близка.
Когда Автономию нам
восстановят
и примет с любовью нас
родина – мать,
тогда из развалин
сумеем мы снова
родной свой язык
и культуру поднять.
Развитие наций
имеет значенье.
Культура утратить себя
не должна.
Испита до дна нами
чаша терпенья.
О нас полстолетья
молчала страна.
Полвека о немцах
советских – ни слова.
Причина, конечно,
не только в войне…
И всё, что мы просим
сегодня, – не ново,
вполне справедливо,
гуманно вдвойне.
