Wie liebreich sind
die Bäume und die Sträucher –
sie schmücken sich
so schlicht mit Chlorophyll,
das sie am langen Sommertag gespeichert,
damit uns gute Nachricht bringt –
das grüne Bild.
Und wenn im Walde sanft
die Blätter rauschen,
verschenken sie die grüne Seligkeit den
Menschen, die die Sommerfreude brauchen
dann in der rauhen Herbst- und Winterszeit.
Wir wandeln durch den Wald
der Schicksalsfügung.
Und wie bekömmlich ist nach dem Gewitter,
nach Stunden der Enttäuschung,
die so bitter,
das reinigende, heilende Ozon.
Die Bäume, Sträucher und das Gras
uns nie betrügen,
auch wenn sie selber täglich ringen müssen
um ihre Daseinsfreude pflichtbeflissen –
um ihren sommergrünen, satten Ton…
Wenn wir nun, Menschen, auch so gütig wären
wie jenes Grün in einem Birkenblatt,
so könnte nichts
das Menschenglück zerstören,
solang das segensreiche Erdenrund
(mit Wald und Feld und Wiesengrund;
mit Wolken, Regen und mit Wind)
noch seine glanzumwobene Beschützerin –
die wundervolle Sonne! – hat.
1987
