Des Landmanns guter Wille

Die Saaten meiner Heimat grünen wieder.
Und jedes Feld träumt seinen Traum und hofft,
daß sich das Grün in Ährengold verwandelt,
damit sich wiederholt im Herbst der Frühling
und daß der Winter dann trotz Schnee und Frost
mit Herzenswärme Stadt und Land behandelt.

Ob in Erfüllung gehen nun die Träume?
Das Korn der Wärme und der Seelengüte
wird auf dem Feld vom Landmann ausgesät:
Und gute Tat
              sproßt üppig aus den Keimen.
Doch kommt die Saat
                    nur dann zu voller Blüte,
wenn sommers man und winters Hand anlegt…

Die grüne Flur vermacht uns ihre Freude.
Und auch der Bauer schont sich nicht, er weiß:
Die Menschen müssen essen, um zu leben!
Und kostet auch das Feld viel Fleiß und Schweiß,
so wird im Herbst geborgen das Getreide –
des guten Willens reicher Erntesegen.

1986