Aufgerüttelt
von der tiefen Stille,
streift das Herz
das Kleid des Gleichtums ab,
steigt hinaus aus grauer Nebelhülle,
deren bis zum Halse es schon satt.
Aufgeschüttelt
ist die Spreu der Zweifel:
Voller Sorge, wühlt es sich hinein.
Tausend Wenn und Aber es umschleichen:
Gütiger und milder müßt‘ man sein…
Aufgestachelt von Gewissensbissen,
fragt das Herz
enttäuscht den Hoffnungsstrahl,
ob es nunmehr restlos aufgeschmissen,
ob es Gutes nie zurückgezahlt.
Aufgeflackert,
reizen die Gedanken
das Gewissen, ob es sich noch regt…
Wo sich Sicherheit und Zweifel zanken,
findet sich vielleicht der rechte Weg.
1987
