Auch an Gedanken
kann das Herz sich wärmen.
Wie an der Glut
im offenen Kamin.
Sie dämmern auf
wie bläulichgelbe Flämmchen,
wie Wetterleuchten
fern am Horizont.
Sie strahlen Wärme aus,
die dich erinnert
an manchen unvergeßlich
schönen Tag
mit Sonnenglast
und wolkenlosem Himmel.
An manche gute Tat,
die du vollbracht,
um dem Gestrauchelten
die Hand zu reichen,
damit er fand
den rechten Weg.
Sogar die schwersten Stunden
deines Lebens
erhellen sich
allmählich mit der Zeit.
Weil du den Kummer
standhaft überwunden…
Und in der Glut
flammt auf ein Tulpenmeer
dort auf dem grünen Hang
der stolzen Hoffnung.
Die Lerche schmettert
froh ein Frühlingslied.
Es fühlt dein Herz:
Du lebtest nicht vergebens –
das Flammenrot der Tulpen
nie verglüht!
1984
