Im Wirbelwind

O Birkenhain, o Birkenhain,
versäume nicht, den Sonnenschein
der Seelengüte auszustrahlen!
Am Wiesenrand dort steht allein,
so einsam und so ganz allein
ein gertenschlankes Birkenkind
im wirren, wilden Wirbelwind
und leidet schlimme Qualen.

So reiche, reiche ihr die Hand –
der Birkenmaid am Wiesenrand,
um ihren Schmerz zu mildern!
Vielleicht ist sie vor Sehnsucht krank,
die sie bedrängt, noch unerkannt,
und sieht im Traum den Birkenbaum,
den hohen, dort am Waldessaum
im Kreise junger Linden.

1987