Es steht ein Baum
am Waldessaum
und träumt
vom warmen Sommer.
Es klirrt der Frost:
Der Nordnordost
rührt schwungvoll
seine Trommel.
Der Baum versteht,
worum es geht,
und ringt
ums nackte Leben.
Er weiß, er weiß:
Trotz Schnee und Eis
wird’s einen
Ausweg geben…
Wie oft, wie oft
wird noch gehofft
trotz Sturmwind
und Gefährden.
Der Wille sucht
die Seele ruft,
damit man sie
erhöre…
Der Südsüdost
vertreibt den Frost.
Drum lohnt es sich
zu träumen.
Es kommt der Mai.
Und sorgenfrei
ergrünen
dann die Bäume.
17.11.1990
