{"id":1407,"date":"2020-05-23T15:13:21","date_gmt":"2020-05-23T15:13:21","guid":{"rendered":"http:\/\/hermann.arnhold.eu\/?p=1407"},"modified":"2020-05-23T15:13:21","modified_gmt":"2020-05-23T15:13:21","slug":"licht-und-schattenseiten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/arnhold.eu\/?p=1407","title":{"rendered":"Licht- und Schattenseiten"},"content":{"rendered":"\n<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Zyklus<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><a>Antithetik<\/a><\/h3>\n\n\n\n<p>Die Farben des B\u00f6sen sind d\u00fcster und grau,<br>die Farben des Guten sind taghell und blau.<br>Das B\u00f6se ist eitel und t\u00fcckisch und dreist,<br>das Gute ist zart und zerbricht auch so leicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Die L\u00fcge vermischt alle Farben geschickt,<br>und oft unterscheiden die beiden wir nicht.<br>Mephisto versteht sein Gesch\u00e4ft ja nicht schlecht:<br>Ergr\u00fcnde und finde, was falsch ist, was recht.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><a>Wege<\/a><\/h3>\n\n\n\n<p>Breite, schmale und gerade&#8230;<br>Ach so viele Wege gibt\u00b4s!<br>Sonnig. Steinig&#8230; Wie die Pfade<br>und die Stege des Gem\u00fcts.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Entt\u00e4uschung &#8211; zaudernd-zagend &#8211;<br>manchen Weg dann widerlegt.<br>Schlie\u00dflich mu\u00dft du selbst dir sagen:<br>W\u00e4hle nie den leichten Weg!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><a>Mief<\/a><\/h3>\n\n\n\n<p>Es glimmt die Glut dort in der Tiefe<br>der abgrundtiefen Seelenkluft.<br>Sie k\u00f6nnte Feuer dir wohl bieten,<br>doch fehlt daf\u00fcr die scharfe Luft.<\/p>\n\n\n\n<p>Vom frischen Wind lass dich umspielen.<br>Er spendet jedem Lebenslust.<br>Wie neugeboren wird sich f\u00fchlen<br>das Herz in deiner Menschenbrust.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><a>Kindheit<\/a><\/h3>\n\n\n\n<p>Sorgenlos die Winde wehen:<br>Oh, sie haben keine Zeit!<br>Soll die M\u00fchle still denn stehen,<br>wo so bunt das M\u00e4rchenreich?!<\/p>\n\n\n\n<p>Deine Kindheit hat&#8217;s gegeben,<br>doch du dachtest kaum daran:<br>Erst im sp\u00e4ten Innenleben<br>wird zum Kind der reife Mann.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><a>Mutterliebe<\/a><\/h3>\n\n\n\n<p>Umwoben von leuchtenden Farben<br>ist heute noch, Mutter, dein Bild:<br>Wie oft hast mit Worten, so warmen,<br>du einst meine Tr\u00e4nen gestillt!..<\/p>\n\n\n\n<p>Und werden die Kinder und Enkel<br>(Die Jahre, die Jahre &#8211; sie fliehn!)<br>auch eurer, o M\u00fctter, gedenken,<br>so war nicht umsonst das Bem\u00fchn.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><a>Flieder<\/a><\/h3>\n\n\n\n<p>Was verspricht dir, was singt dir die Liebe,<br>die dein Fr\u00fchling so fr\u00fch dir geschenkt?..<br>Wenn sie ewig, o ewig nur bliebe<br>auch so flammend, wie heute sie brennt!..<\/p>\n\n\n\n<p>Es vergl\u00fchen die Sterne des Flieders,<br>die noch lilablau flimmern im Wind;<br>es verklingen die Tr\u00e4ume wie Lieder,<br>die der Liebenden Seligkeit singt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><a>Dein Antlitz<\/a><\/h3>\n\n\n\n<p>Kinder, die m\u00fchsam dahinvegetieren,<br>Kinder, vom Elend gefoppt und gehetzt,<br>Kinder, die hungern und zittern und frieren,<br>Kinder, von Kugeln und Bomben zerfetzt&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Oh, meine Erde, dein Antlitz beflecken<br>heute noch vielerorts Schande und Schmach!..<br>Sollen Atompilze alles bedecken,<br>alles, was gr\u00fcnte und bl\u00fchte, danach?!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\"><a>Frieden<\/a><\/h3>\n\n\n\n<p>Wieder l\u00e4uten die Glocken des Fr\u00fchlings.<br>Und der Sommer eilt wieder vorbei.<br>Und der Herbst mit den herben Gef\u00fchlen &#8211;<br>er verherrlicht den gr\u00fcnenden Mai.<\/p>\n\n\n\n<p>Und die St\u00fcrme des Winters erinnern<br>uns daran, da\u00df kein Garten erbl\u00fcht,<br>da\u00df die Wiesen und Felder verk\u00fcmmern,<br>wenn der Frieden auf Erden nicht siegt.<\/p>\n\n\n\n<p><em>1986<\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; Zyklus Antithetik Die Farben des B\u00f6sen sind d\u00fcster und grau,die Farben des Guten sind taghell und blau.Das B\u00f6se ist eitel und t\u00fcckisch und dreist,das Gute ist zart und zerbricht auch so leicht. 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